Allgemeine Informationen

Facts & Figures

Projektstand:

Auflageprojekt

Öffentliche Auflage:

Ende 2024, Datum folgt

Geplanter Baustart:

2026

Geplante Inbetriebnahme:

2027

Kosten:

MCHF 35

Bauherrschaft:

Appenzeller Bahnen AG

Lieferant Fahrzeug und ATO-Ausrüstung

Stadlerrail

Das Projekt ATO RhW

Projektbeschrieb

Die Linie Rheineck-Walzenhausen der Appenzeller Bahnen (AB) ging 1896 als Standseilbahn von der Haltestelle Ruderbach bis hinauf nach Walzenhausen in Betrieb. Ab 1909 kam eine Tramlinie vom Ruderbach zum Bahnhof Rheineck dazu. Der Betrieb der mit Wasserballast betriebenen Standseilbahn litt in schönen Sommern oft unter Wassermangel. Das Umsteigen im Ruderbach war unattraktiv. Nach einem Achsbruch 1955 wurde die gesamte Linie deshalb zur durchgehenden Zahnradbahn umgebaut. 1958 ging sie wieder in Betrieb und wird nun seit über sechzig Jahren mit dem gleichen Fahrzeug betrieben.

Die Linie weist einige Besonderheiten auf. So ist sie die steilste Zahnradbahn mit Vertikaleingriff der Schweiz. Nur die Pilatusbahn mit dem Zahnradsystem nach Locher ist noch steiler. Die Strecke der Zahnradbahn Rheineck-Walzenhausen ist mit ca. 1.9 km Länge sehr kurz und verfügt über ein einziges Fahrzeug. Die exotische Spurweite von 1.2 m stammt noch von der Standseilbahn. Zwischen Ruderbach und dem Bahnhof Rheineck verkehrt die Bahn im Adhäsionsbetrieb. Der Anteil an Kunstbauten (Tunnels, Brücken, Dämme und Einschnitte) ist sehr hoch.

Angaben zur Strecke:

Streckenlänge 1.96 km
Talstation 400 m.ü.M.
Bergstation 670 m.ü.M.
Höhendifferenz 270 m
Max. Neigung 263‰
Spurweite 1200 mm
Stromsystem 600 VDC
Zahnstangensystem Riggenbach / von Roll
Bahnübergänge 2
Weichen 1
Fahrzeuge 1

 

Umsteigebeziehungen mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln bestehen an den Endpunkten Rheineck (Bahn, Bus, Schiff) und Walzenhausen (Bus).

Um die Bahn attraktiver zu machen, soll sie zur vollautomatisch betriebenen Bahn umgebaut werden. Das ermöglicht einerseits Einsparungen im Betrieb und andererseits eine Ausweitung der Betriebszeiten. Daneben erfolgen eine Sanierung der Infrastruktur und die Anpassungen an das Behindertengleichstellungsgesetzt BehiG. Die bestehende Linienführung bleibt grundsätzlich gleich.

Die wichtigsten Anpassungen für den automatischen Betrieb sind:

  • Ausrüstung der Strecke mit einem Zugsicherungssystem CBTC
  • Einbau von Sicherheitseinrichtungen in den Stationen, an den Bahnübergängen und auf der Strecke.
  • Videoüberwachung von Fahrzeug, Stationen und Strecke
  • Kommunikationsmöglichkeit mit Bild und Ton zwischen Fahrzeug und Leitstelle
  • Bau von Abschrankungen entlang der Strecke

Es wird ein neues Zahnradfahrzeug eingesetzt mit folgenden Eckwerten:

  • Geringfügige Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit in der Zahnradstrecke durch die Zuordnung zur Geschwindigkeitsreihe 2.
  • Notausstiegstüre für Evakuierung im Tunnel auf der talseitigen Stirnwand.
  • Hilfsführerstände für manuelle Fahrten bei Störungen, Überfuhren, Testfahrten etc.

 

Kontakt

Sie haben Fragen oder ein Anliegen? Gerne sind wir für Sie da.

Appenzeller Bahnen AG
St. Gallerstrasse
9102 Herisau

+41 71 354 50 60

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