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FÜHRERSTAND

FÜHRERSTAND

MARKUS ARTHO'S VORFREUDE AUF DIE NEUEN ZÜGE

Besonnen und ruhig, wie man es von einem Lokführer erwartet, gewährt Markus Artho Einblick in seinen Job als Ausbildner. Seit fünfzehn Jahren sitzt der Familienvater aus Degersheim bei den Appenzeller Bahnen im Führerstand. Regelmässig schult er angehende Berufskollegen für ihre verantwortungsvolle Aufgabe. Bald finden diese Schulungen in nigelnagelneuen Triebzügen statt. Denn mit der Modernisierung bei den Appenzeller Bahnen wird per 2018 auch das Rollmaterial auf den Linien Appenzell-St. Gallen-trogen und Gossau-Appenzell- Wasserauen erneuert. «Ich spüre eine irrsinnige Vorfreude auf die neuen Pendelzüge», sagt Markus Artho. Der 46-Jährige weiss bereits Bescheid über die Vorzüge der neuen Zugskompositionen. Bei der Frauenfeld-Wil-Bahn, wo er regelmässig als Lokführer einspringt, rollen die modernen Triebzüge von Stadler Rail bereits auf den Schienen. Mit der neuen Technologie lässt sich der Zug mit nur einer Hand am Hebel steuern. Das ermögliche dem Lokführer, sich noch stärker auf die Strecke und Signale zu konzentrieren. Ebenfalls für mehr Sicherheit sorge ein Tempomat. Und im Sommer sei die Klimaanlage im Führerstand ein sehr willkommener Komfort, erklärt Markus Artho mit einem Hinweis auf das alte Rollmaterial, mit dem man aktuell noch unterwegs sei. Dass sich mancher seiner sechzig Lokführer-Kollegen trotzdem schwer tun könnte mit dem technologischen Fortschritt, befürchtet der Ausbildner nicht. «Bei der Frauenfeld-Wil-Bahn war ein älterer Kollege sehr skeptisch. Er seufzte, weil er kurz vor der Pensionierung auf die neuen Zügen umstellen musste. Aber inzwischen würde er am liebsten noch ein paar Jahre weiterfahren», erzählt Markus Artho und lacht. Alle Lokführer haben einen Tag theoretische und einen Tag praktische Instruktion. Danach werden sie vom Ausbildner noch circa sechs Stunden begleitet. Man werde dazu in Gruppen, an Randzeiten und über Nacht unterwegs sein. Er verspricht: «Meine Kollegen werden sich ganz sicher über kürzere Bremswege, vor allem in der Stadt, freuen.»

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