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EINGESTIEGEN

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PENDLERIN MIRJAM SANTAGUIDA GENIESST EINEN LANGSAMEN START IN DEN TAG

Zweimal in der Woche steht Mirjam Santaguida früher auf, um statt mit dem Auto, mit den Appenzeller Bahnen zur Arbeit zu fahren. Um 6.40 Uhr fährt der Zug ab Station Hirschberg in Richtung St. Gallen. Die Mehrfahrtenkarte abgestempelt, steigt sie in der ersten Klasse ein. Diesen kleinen Luxus gönne sie sich, denn in der ersten Klasse finde sie, was sie suche: Die bereitliegende Appenzeller Zeitung und vierzig ungestörte Minuten bis St. Gallen, in denen sie mit Musse den Tag begrüssen kann. «Auf der Fahrt zur Arbeit bin ich gerne für mich allein. Ich geniesse diese Zeit mit Lesen oder am Handy Mails lese. Beides ist nicht möglich, wenn man mit dem Auto unterwegs ist.» Eingefleischte Pendler erkennt Mirjam Santaguida daran, dass sich diese rege untereinander austauschen. Manchmal hört die Werbeberaterin gespannt den Alltagsgeschichten ihrer Mitreisenden zu, oder sie geniesst es einfach, die Welt um sich herum zu beobachten. Während einer Weiterbildung nutzte die 34-Jährige die Bahnfahrt, um Lernstoff zu büffeln oder zu repetieren. Quasi mit den Appenzeller Bahnen ist Mirjam Santaguida in Herisau aufgewachsen. Ihr Vater arbeitete jahrzehntelang für das Bahnunternehmen. «Wenn ich als Kind von der Schule kam, rannte ich manchmal in Herisau schnurstracks ins Depot, um meinen Papi in der Werkstatt zu besuchen. Ich kannte die Arbeit meines Vaters, auch später, als er in der Werkstatt Gais als Maler arbeitete», erzählt Mirjam Santaguida. Bis heute gehört für die Appenzellerin das Bahnreisen selbstverständlich zum Alltag. Öfters bevorzuge sie für Ausflüge nach Zürich oder in eine andere Stadt den Zug anstelle des Autos. «Wenn ich an die Baustellen denke, die es im Sommer auf den Strassen in Herisau oder Teufen geben wird, dann habe ich einen Grund mehr, öfters die Appenzeller Bahnen zu wählen.»

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