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FÜHRERSTAND

FÜHRERSTAND

DREHPUNKT IM PERSONALDIENST



Denise Tschanz kann sprachlos machen. Dass ihr Basler Dialekt manches Gegenüber am Telefon verstummen lässt, das amüsiert die stellvertretende Leiterin Personal bei den Appenzeller Bahnen. Seit acht Jahren in der Ostschweiz zu Hause, schätzt die 38-Jährige das ruhige Landleben. Ihre Arbeit bietet ihr Aufregung genug. Als Dreh- und Angelpunkt bei der Rekrutierung der Lokführer-Anwärter hat die Personalfachfrau alle Hände voll zu tun. Vom Stelleninserat über Dossiers erfassen, Vorselektion, Bewerbungsgespräche und terminieren für die umfangreiche psychologische Eignungsabklärung begleitet Denise Tschanz das Auswahlprozedere und kommuniziert intensiv mit Innen- und Aussenstellen. Die Appenzeller Bahnen zusammen mit der Frauenfeld-Wil-Bahn beschäftigen 75 Lokführer.

Änderungen gab es kürzlich bei den KV-Lernenden, Gebäudereinigern und Gleisbauern, die neu beim Ausbildungsverbund Login unter Vertrag sind. Bei Login vereint sind Firmen aus der Welt des öffentlichen Verkehrs. Nun bestellt Denise Tschanz den Bedarf an KV-Lernenden bei Login. Das System bringe den Vorteil grösserer Ressourcen und biete den Lernenden während und nach der Ausbildung ein breiteres Spektrum. Die Dossiers der rund 230 Angestellten lagern verschlossen im Schrank des Personaldienstes in Herisau. Denise Tschanz liebt die vielschichtigen Herausforderungen ihres Jobs.

Auch anspruchsvolle Situationen, in welchen zur Problemlösung Fingerspitzengefühl gefragt ist. Von diesen Erfahrungen profitiere sie im persönlichen Leben sehr. Gerne wäre sie mehr vor Ort am Arbeitsplatz der Leute präsent. Aus zeitlichen Gründen ist es ihr nicht möglich, für jedes Gespräch lange Anfahrten in Kauf zu nehmen. Dankbar ist die Mutter eines 3-Jährigen, ihre 80-Prozent-Anstellung flexibel organisieren zu können. Damit Zeit bleibt, mit dem Sohn draussen die Natur des Appenzellerlandes ausgiebig zu geniessen.

 

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