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FÜHRERSTAND

FÜHRERSTAND

CAROLA KOLLER SICHERT UND SERVIERT

Carola Kollers Job bei den Appenzeller Bahnen passt zu ihrem lebhaften Alltag mit drei Kindern. Öfters sind es kurzfristige Schönwettereinsätze, wenn sie als sogenannte «Aushilfe Zugpersonal» aufgeboten wird. Dann sorgt sie auf den Linien Rorschach-Heiden und Altstätten-Gais für die Sicherheit  unterwegs. Sie achtet darauf, dass alle Leute eingestiegen und die Türen der offenen Aussichtswagen richtig geschlossen sind. Oder sie meldet per Funk, wenn vor dem Zug im letzten Moment noch ein Motorradfahrer die Schienen überqueren will; oder zieht gar die Notbremse, wie kürzlich geschehen. «Ich bin wie das zweite Auge neben dem Lokführer», erklärt die ausgebildete Kondukteurin. Heute heisst ihr ursprünglich erlernter Beruf Zugbegleiterin. Im Moment ist der Teilzeit-Job für Carola Koller genau das Richtige. Als Zugbegleiterin müsste sie auch Bussen verteilen können. Da würde es ihr  vielleicht an der nötigen Strenge fehlen, wenn unter den Sündern auch Bekannte oder Schulkollegen der Kinder wären, mutmasst Carola Koller lachend. Fixe Einsatzdaten hat sie für die kulinarischen Ausflüge in alten Bahnwagen. Als Aushilfe wird sie zum Beispiel im Service beim nächsten Muttertags- und Vatertagsbrunch im Bistrowagen mitarbeiten. Mindestens eine Stunde bevor die Ausflugsgäste eintreffen, bereitet sie mit der jeweiligen Arbeitskollegin das Buffet vor und arrangiert Fleisch- und Käseplatten, Brote, Fruchtsalat und mehr. Mit umfangreichem Partyservice kennt sich Carola Koller aus. Für die Metzgerei Wetter in Appenzell war sie regelmässig im Einsatz. Über diesen Partyservice kam sie auch wieder zur Bahn. Die öfters kurzfristigen Aufgebote schätzt die 43-Jährige heute besonders. «Für mich sind spontane Termine mit dem Familienalltag am besten zu vereinbaren», erklärt Carola Koller. Die Bahn förderte einst gar ihr Familienglück. Schliesslich hat sie einen Lokführer der Appenzeller Bahnen kennengelernt und 1996 geheiratet.

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