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EDITORIAL

EDITORIAL

NACHTAKTIV

 

 
 

 

 

 

 

Die Zeit am frühen Morgen, in der ich in die letzte
Tiefschlafphase falle, bedeutet für einige Kollegen
von mir Feierabend. Wobei, Feierabend ist eigentlich
das falsche Wort. Ich muss es umgekehrt formulieren:
Wenn ich aufhöre, fängt für andere Mitarbeitende bei
den Appenzeller Bahnen der Arbeitstag erst an. Auch
hier, es müsste «Arbeitsnacht» heissen. Wie auch
immer – in einem Mobilitätsunternehmen wird rund
um die Uhr gearbeitet. Zumindest zeitweise. So haben
wir Sicherheitsleuten und Gleisbauern während einer
Nachtschicht über die Schulter geschaut. Hinter dem
einwandfreien Betrieb steckt viel Muskelkraft und akribische
Zeitplanung. Manchmal auch hoher Entscheidungsdruck,
wie in jener Nacht, als man auf Unvorhergesehenes
stiess. Dass Nachtaktivität zu Lärmemissionen
führen kann, versteht sich von selbst.
Wenn Sie an einer Bahnlinie wohnen und das nächste
Mal zwischen zwei Tiefschlafphasen von einer vermeintlich
verkaterten Brass-Band geweckt werden,
dann drehen Sie sich doch noch einmal und freuen
Sie sich darüber, dass am nächsten Morgen der erste
Zug wieder pünktlich unterwegs ist. Gute Fahrt!

 

 
Sabrina Huber
Leiterin Marketing/Verkauf

 

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