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SCHLUSSLICHT

SCHLUSSLICHT

SEEPLANTSCHEN MIT FROILEIN S.

 

Ich gestehe: Ich kann es nicht lassen. Und riskiere regelmässig Kopf und Kragen. Wovon ich spreche?  Vom Wetten–Abschliessen. Aber, aber, verehrte Leserin, verehrter Leser, Sie schütteln verächtlich den Kopf? Zocken = törichter Unfug; ein Glücksspiel für Tunichtgute? Wie voreingenommen Sie sind! Meine Wetten sind wonnig. Ehrlich. Fast sympathisch. Und nur manchmal fliesst Blut. Am vergangenen 13. Juni, einem Freitag, habe ich mit zwei Freunden gewettet, dass sich gegenwärtig weniger als eine von zehn Personen downtown Zürich finden lässt, die sich ernsthaft vor einer schwarzen Katze oder dem Gang unter einer Leiter fürchtete. Der Wetteinsatz: Pro falsch getippte Antwort zehn Kilometer Marsch. Aberglaube und Urbanität– im Mittelalter vielleicht. Ich wähnte mich in Sicherheit. Ein fataler Irrtum! Und so trottete ich tags darauf los: 32 Kilometer, quer durchs Mittelland. Zum Glück habe ich die Wette nicht auf die Glarner abgeschossen! Kurze Zeit später sah man mich mit meinem Stadtvelo aus den Sechzigerjahren munter entlang des Zürichsees via Ricken ins obere Toggenburg radeln. Nichts für Hämorrhoiden-Popos, das sage ich Ihnen! Was mir jenes Mal das Genick gebrochen hat? Der Vollmond wars: Er lächelt tatsächlich, wenn man ihn zwischen 00.31 und 00.33 mit dem linken Auge fokussiert und dazu pfeift. Apropos: Haben Sie ferner gewusst, dass Justin Bieber erotischer ist als George Clooney? Ich auch nicht. Und aus diesem Grund bohre ich in nicht allzu ferner Zukunft fidel ein grosses Loch in den zugefrorenen Seealpsee und springe – hoffentlich genauso fidel – hinein. Danke, Appenzeller Bahnen! Beziehungsweise: Danke, Appenzeller Bahnen fahrendes Gymnasiastinnen-Grüppchen! Falls Sie prophylaktisch Gutes für Ihren Kreislauf oder gegen die Fettpölsterchen am Bauch unternehmen möchten: die Redaktion gibt Ihnen gerne meine Nummer. Zu zweit macht Plantschen nämlich mehr Spass!

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